Zeitlinie

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image100 vor Christus

Römische Siedlung bei Hohenbudberg?

Bei Hohenbudberg wurden im Zuge von Archäologischen Funden eine Besiedlung des Landstrich bei Uerdingen nachgewiesen, vermutlich durch ein Castrum (Schanzlager).

Es gab auch ein kleineres Castellum (Kastell), Gelduba, aus dem sich das heutige Gellep-Stratum bildete, wie Archäologische Funde belegen.

Urkundlich erwähnte Kastelle in unserer Nähe, aus denen sich auch Städte entwickelten, sind;

Novaesium (Neuss) / Asciburgium (Asberg, ein Stadtteil von Moers)

Etwas weiter weg liegen;

Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) / Bonnensia, Bonna (Bonn) / Colonia Ulpia Traiana (Xanten)

400 nach Christus

Das Imperium Romanum ist Geschichte und die Landnahme der Franken beginnt.

732/733

Ein Hof in Hohenbudberg wird dem Kloster Pfalzel (Trier) als Gabe überschrieben.

ca. 900

Die Erwähnung von Urdingi in eines um 900 angelegten Urbar des Reichsgutes Friemersheim ist schriftlich nachgewiesen.

1101 – 1200

Uerdingen gehört zu den Ländereien des Erzbistum Köln.

1176

Die Gerichstbarkeit Uerdingens wird unter der Vogtherschaft zu Hohenbudberg unterstellt.

image1255

Uerdingen bekommt vom Erzbischof zu Köln, Konrad von Hochstaden, das Stadrecht verliehen und hat nun das Privileg Wochenmärkte abzuhalten, einen eigenen Schuldheiß zu wählen, sowie eine eigene Rechtssprechung zu tätigen.

1275 – 1297

Alden Uerdingen wird bei einer Hochwasserkatastrophe zerstört, so entschließt man sich Uerdingen etwas weiter Westlich des Rheins neu aufzubauen.

1275

Erneute Bestätigung der Stadtrechte durch den Erzbischof zu Köln, Friedrich von Westerburg.

Dies war wohl notwendig, da Uerdingen ja neu aufgebaut werden musste.

1280

Eine Einschiffige Tuffsteinkapelle wird errichtet.

1285

Uerdingen wird zur Pfarre erhoben

1297

Ein Kurkölnischer Amtmann wird Namentlich als Ritter Rembodo von Budberg erwähnt.

Zum Sitz des Amts Uerdingen waren auch die Honschaften Verberg, Rath, Vennikel und Hohenbudberg zugehörig.

1306-1307

Zwanzig Schiffe mit Heimathafen Uerdingen werden in einer Zollliste urkundlich erwähnt.

1314

Uerdingen ernennt einen Bürgermeister und das große Stadtsiegel wird urkundlich erwähnt.

1333

Die Errichtung der Uerdinger Stadtmauer wird in den Chroniken festgehalten.

1381–1383

Die 1280 erbaute Tuffsteinkapelle wird zur Pfarrkirche St. Peter ausgebaut.

1399

Der erste Uerdinger Pfarrer wird bestätigt.

1424

Uerdingen wird verpfändet, an den Grafen von Mark

1430

an den Bischof von Münster in Westphalen weiterverpfändet

1436

die Stadt wird wieder eingelöst und an Arndt von Bremth weiterverpfändet

1502

Uerdingen fällt als Lehen an Ambrosius von Viermund zu Neersen

1569

Innerhalb der Uerdinger Stadtmauern stehen nunmehr 185 Häuser und es wird von 700 communicantes (Abendmahlteilnehmer) berichtet.

1575-1579

Die Vormacht des Römisch Katholischen Glauben ist gebrochen und der Protestantismus erhält zusätzlich in Uerdingen Einzug.

1583

Uerdingen wird geplündert und gebrandschatzt, auch das Pfarrhaus fällt der Aktion zum Opfer.

Die Besatzermächte wechseln im Truchsessischen (Kölnischer Krieg) Krieg ständig.

1584

Uerdingen wird von einem verheerendem Stadtbrand heimgesucht.

1631

In Uerdingen wird eine Lateinschule, das Fabritianum, errichtet.

1618-1648

Der Dreißigjährige Krieg tobt und Uerdingen hat schwer unter der Kriegslast zu leiden.

1627

Ein Sturm beschädigt den Turm der Pfarrkirche St. Peter.

1655

In Uerdingen wird der Postverkehr etabliert.

1685

Ein Rheinhochwasser überflutet die Stadt.

1701 – 1715

In Folge des Spanischen Erbfolgekrieg dient Uerdingen als Dreh- und Angelpunkt für Truppenunterkünfte und -transporte.

1740

Schwerer Eisgang auf dem Rhein.

1784 erneut schwerer Eisgang mit anschließendem Hochwasser

image1798

Napoleon beginnt seine Herrschaft in Europa.

Uerdingen fällt an die Franzosen und wird Sitz im Kantone Crévelt.

1804

Napoleon Bonaparte stattet Uerdingen einen Besuch ab, als er seine Truppen inspiziert.

Uerdingen hat zu diesem Zeitpunkt ca. 1629 Einwohner

1814

Napoleon wird besiegt und seine Herrschaft in Europa gebrochen.

Während der Befreiungskriege wird Uerdingen durch die Kosaken der Französischen Herrschaft entrissen.

1815

Die Herrschaft Preußens beginnt.

1817

Durch ein Hochwasser bricht in Uerdingen eine Hungersnot aus.

Weitere Hochwasser sind für 1819, 1824 und 1825 dokumentiert.

1825  leben in Uerdingen noch 2064 Einwohner

1830

Uerdingen wird von einer Pocken– und Thyphus-Epidemie heimgesucht.

Weitere Fälle sind in den Jahren 1856, 1859, 1866 und 1877 verzeichnet.

1832

Die Drei Herberz Häuser werden gebaut.

Heute sind in dem Komplex am alten Marktplatz, das Rathaus, die Apotheke und die Stadtbücherei untergebracht.

1845

In Uerdingen leben 2988 Bürger.

1847

Uerdingen wird an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

1854

Die erste befestigte Ufermauer am Rhein wird errichtet und soll Uerdingen vor Hochwasser schützen.

1855

Man muss feststellen, dass der Schutz nicht viel gebracht hat, da Uerdingen erneut unter einem Hochwasser zu leiden hat.

1860

Die Uerdinger entdecken ihre Vorliebe für die Fünfte Jahreszeit und der erste Karnevalsumzug findet statt.

1862

Die Evangelische Kirche St. Michael wird eingeweiht.

1866

Die höhere Stadtschule (ab 1955 Fabritianum) wird neu eröffnet.

1875

In Uerdingen leben jetzt 3210 Einwohner und das St. Joseph Hospital wird eröffnet.

1877

Das Obertor, welches die Schmiede von Josef Deden beinhaltete wird abgerissen.

Edmund ter Meer gründet eine Fabrik zur Chemischen Herstellung von Teerfarben, welche später zum Bayerkonzern anwächst.

1890 und 1891

Erneut schwerer Eisgang auf dem Rhein.

1900

Die private Schnapsdestilerie Dujardin wird gegründet.

1905

In Uerdingen leben nun 7887 Einwohner.

Im selben Jahr wird der Fußballverein Uerdingen 05 (Heute bekannt als KFC-Uerdingen) aus der Taufe gehoben.

1907

Das Uerdinger Stadtbad wird eröffnet und ist, bis auf Sanierungsbedingte Pausen, auch heute noch in Betrieb.

1910

Der Uerdinger Stadtpark wird vollendet und läd seine Besucher zu Wochenendspaziergängen ein.

1911

In Uerdingen leben 10300 Einwohner.

1913

Die Katholische Kirche St. Heinrich wird erbaut und 1915 fertiggestellt.

1914

Eröffnung der Stadtbücherei.

1925

Jahrtausendfeier der Rheinlande.

1927

Hohenbudberg schließt sich Uerdingen an.

1929

In Uerdingen leben 14500 Einwohner.

Im selben Jahr kommt es zur Gründung des Städtebundes Krefeld-Uerdingen, welcher 1940 in Krefeld umbenannt wird.

1933

Der Bau der Uerdinger Rheinbrücke wird begonnen und 1936 vollendet. Die Brücke ersetzte die damalige Fährverbindung zwischen Uerdingen und Mündelheim.

1942

Schwerer Eisgang auf dem Rhein.

1943

Der Zweite Weltkrieg tobt und in der Nacht vom 22. auf 23. August gehen die Bombenteppiche der Alliierten Bomberverbände nicht nur im Ruhrgebiet, sondern auch auch auf unsere Rheinstadt nieder.

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Der Zweite Weltkrieg ist vorbei und die Alliierten Truppen marschieren in Uerdingen ein.

Ein Kindergarten auf der Kastanienstraße sollte durch die US-Militärpolizei annektiert werden, was aber durch die damalige Leiterin Mechthild Siever verhindert werden konnte.

1946

Uerdingen besitzt noch bis 1957 Sonderstatus und hat einen eigenen Bürgermeister, nebst Vertretung und Verwaltung.

1953

Die Betriebssportgruppe des Bayerwerks schließt sich mit dem Fussballklub Uerdingen 05 zu Bayer Uerdingen 05 zusammen.

1955

Uerdingen feiert 700 Jahre Stadtrechte. Hier auch ein Zeitzeugen Filmdokument das den Umzug zu diesem Fest zeigt.

1961

Die Evangelische St. Michaels Kirche wird abgerissen, um einem Kirchenneubau zu weichen.

1985

Der FC Bayer Uerdingen 05 erringt seinen größten Sieg und wird mit 2:1 Deutscher Pokalmeister gegen den 1. FC Bayern München.

1995

Der Bayerkonzern zieht sich aus dem Sponsoring des FC Bayer Uerdingen 05 zurück und der Fussballklub wird zum KFC Uerdingen 05

2005

Uerdingen feiert 750 Jahre Stadtrechte, da Uerdingen ja immer noch gewisse Eigenständigkeit besitzt.

2007

Der Bereich am Obertor wird umgebaut und Touristenfreundlicher gestaltet.

Im Boden eingelassene Markierungen zeigen den Standort des Obertors, welches 1877 abgerissen wurde.

2009 bis 2010

Der Uerdinger Bahnhof wird saniert und ein sehr lange geplanter Durchstich zum Uerdinger Nordbezirk endlich Realität.

2010

St. Peter wird Pfarrkirche der neu gegründeten Kirchengemeinde St. Nikolaus.

Diese umfasst alle Gemeinden des ehemaligen Dekanates Krefeld Ost: St. Andreas (Gellep-Stratum), St. Heinrich (Uerdingen), Mariä Himmelfahrt und St. Margaretha (Linn), St. Matthias (Hohenbudberg), St. Paul (Uerdingen), St. Peter (Uerdingen), St. Pius (Gartenstadt und Elfrath).

2013

Aufgrund von Sparmaßnahmen der Stadt Krefeld wird kurz vor dem 100 Jährigen Jubiläum die Uerdinger Stadtbücherei entgegen den Prostesten aus der Bevölkerung geschlossen.

Aufgeschreckt durch die neuen Rekord Hochwasser im Süden und Osten Deutschlands, wird eine Deichsanierung bei Uerdingen für 2014 geplant.

2014/2015

Die Deichsanierung bei Uerdingen wird durchgeführt.