Wahrzeichen feiert Jubiläum

Ein Wahrzeichen feiert Jubiläum, welches seinerzeit die Fährverbindung von Uerdingen nach Mündelheim auf der anderen Rheinseite ablöste. Die Uerdinger Rheinbrücke.

Im Zeitraum von 1933 bis 1936 erbaut, nähert sich nun das 80 Jährige Jubiläum unserer Brücke. Die damaligen Baukosten betrugen 6,3 Millionen Reichmark, was unter Berücksichtigung der Wärungsreform von 1948 heute ungefähr knapp 13 Millionen Euro entsprechen würde. Ist aber nur ganz Grob berechnet, da es schwer ist alle Faktoren zu berücksichtigen. 😉

Im zweiten Weltkrieg wurde die Brücke 1945, wie viele andere Brücken am Rhein, dann während des Rückzug von Soldaten der Wehrmacht gesprengt, um den Alliierten Truppen die Überquerung des Rhein zu erschweren.

„Destroyed Krefeld-Uerdinger Rheinbruecke 1945“ von U.S. Military - U.S. Navy All Hands magazine August 1987, p. 30.. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons
„Destroyed Krefeld-Uerdinger Rheinbruecke 1945“ von U.S. Military – U.S. Navy All Hands magazine August 1987, p. 30.. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

Nach Kriegsende wurde die Brücke dann unter Verwendung der Original Konstruktionspläne wieder aufgebaut und 1950 wieder für den Verkehr freigegeben.

1964 wurde die Konstruktion verstärkt und 1984, sowie 1993 wurden für insgesamt 10 Millionen Deutsche Mark Sanierungsarbeiten durchgeführt und es wurde eine Brückenbeleuchtung durch die SWK spendiert, welche die Brücke auch in der Nacht ein markantes Aussehen verleiht.

Allerdings ist es fraglich, ob die Brücke uns in der Form erhalten bleibt, oder Uerdingen das bekannte Wahrzeichen, welches auch zur Route der Industriekultur zählt, verliert.

Da die B288 ausgebaut werden soll, liegen zwei Gedanken der Planung vor. Der Erste sieht den Abriss der Brücke vor und den Neubau einer komplett neuen Brücke. Der Zweite sieht den Bau einer zweiten Brücke vor. Allerdings wird die Planung erst im kommenden Jahr konkretere Formen annehmen, wenn der  Bundesverkehrswegeplan verabschiedet wird.

Es ist schon klar, dass aufgrund der Verkehrsentwicklung der letzten Jahrzehnte die alten Rheinbrücken den Verkehrsfluss als Nadelöhr künstlich zum Stocken bringen und die Instanthaltungskosten gerade bei alten Bauwerken nicht gerade niedrig sind. Aber es wäre schade, wenn ein Objekt, dass die Errungenschaften der Industrie und Konstruktionsfähigkeit im Rhein- Ruhr Gebiet bezeugt, einfach so platt gemacht wird.

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