Bahn Kaputtnik

Oder auch …

Der Alltägliche Wahnsinn für Berufspendler.

Das durch die Baustellen bei der Deutschen Bahn im Moment nicht alles rund läuft kann nur darauf geschoben werden, dass Jahrzehnte die Infrastruktur so kaputt gespart und der verbliebene Rest so vernachlässigt wurde, das es nur noch eine bodenlose Frechheit ist und die Situation zu Lasten aller Reisenden und Pendler geht.

Hauptsache die Aktionäre und Vorstände sind Glücklich, da diese ja wohl nicht die marode DB nutzen.

Ich arbeite mittlerweile im Raum Mönchengladbach und was man mittlerweile jeden Tag erlebt, zeigt das die Vernachlässigung der Bahn Infratruktur der selbigen jetzt mächtig auf die Füße fällt.

Gestern bin ich über Neuss gefahren, da von Mönchengladbach nur die Option von SEV Bussen zur Verfügung stand und jeder der diese mal nutzt weiß das die Fahrtzeit mehr als eine Stunde beträgt. Die zwei Züge (RE13/RE7) hatten natürlich die Nummer Eins aus der Top Ten Liste.

War also so weit der normale Wahnsinn, bis wir mit dem RE7 Meerbusch-Osterath erreichten. Da kam dann was das man sich nicht ausdenken kann und Pendler, welche die Strecke kennen, werden jetzt sicher auch mit dem Kopf schütteln.

Da es wohl auf der gesammten Strecke bis Oppum zu Störungen bei den Bahnübergängen und Signalen kam, durfte der Zug quasi nur im Schritttempo fahren.

Nicht nur das es mittlerweile auf allen „Linien“ von Krefeld Richtung Mönchengladbach jeden Tag zu Verspätungen und Ausfällen kommt, hört man immer wieder die selben Automatischen Ansagen, oder sieht die selben Einträge in den Apps auf dem Handy.

Die Top Ten der Probleme;

  1. Verspätung aus vorheriger Fahrt
  2. Verspätung eines vorrausfahrenden Zuges
  3. Reparatur an der Strecke
  4. Reparatur an einem Bahnübergang
  5. Reparatur an einem Signal
  6. Reparatur an der Oberleitung
  7. Reparatur an einem anderen Zug
  8. Technischer Defekt am Zug
  9. Unbefugte Personen/Tiere auf der Strecke
  10. Baustelle/Langsamfahrstrecke

Und dann immer wieder bei der Durchsage der Satz „Wir bitten um Entschuldigung“, der mittlerweile eher nach Hohn klingt.

Man wirbt immer damit das man Bahn fahren sollte, der Umwelt zuliebe.

Aktuell sieht es aber eher so aus, dass sich die Leute Aufgrund dieser täglichen Probleme eher zum Gegenteil überzeugen lassen und lieber das eigene Auto nehmen und man kann es denen nicht verübeln.

Arbeitskollegen fragen mich immer, wieso machst du keinen Führerschein, oder suchst dir in Mönchengladbach eine Wohnung?

Kommt für mich nicht in Frage. Ersteres ist zu Kostenintensiv (Fahrschulkosten, Prüfungskosten, Autokauf, Versicherung, Steuer, Benzin) und Umzug kommt aus Familiären und Persönlichen Gründen nicht in Frage.

Und mal ehrlich wieso soll ich mein Leben umstellen, nur weil Deutschlands größter Anbieter einer Dienstleistung zur Personenbeförderung mittlerweile so gnadenlos verkackt und ständig rumheult „Wir brauchen mehr Fördermittel“?

Aber irgendwann wird wohl auch dieser Wahnsinn vorbei sein.

Zumindest dann, wenn ich in Rente gehe.

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